Von zehn Jahren Kraftsport zur Langdistanz.
Sportlich war ich schon immer. Über zehn Jahre habe ich intensiv Kraftsport betrieben, dazu kamen Bergsteigen, Radfahren, Wandern, Eishockey und Skifahren — kaum eine Sportart, die ich nicht ausprobiert habe. Irgendwann reizte mich die Frage, wie weit ich komme, wenn ich mich auf eine Sache konzentriere statt auf viele.
Der Triathlon hat mich am meisten gereizt, weil er drei Disziplinen verlangt statt einer. Schwimmen, Radfahren und Laufen fordern den Körper völlig unterschiedlich, und sie zusammenzubringen ist eine Aufgabe für sich. Vor einigen Jahren habe ich mich deshalb entschieden, mein Leben konsequent darauf auszurichten.
Wie schnell es dann ging, sagt mehr über die Methode als über mich: Nach einem Jahr gezieltem Training stand ein Ironman in 9:17 Stunden. Ein Jahr später waren es 8:34, dazu 3:51 auf meiner ersten Mitteldistanz — heute liegt die Bestzeit dort bei 3:47. Solche Sprünge kommen nicht durch mehr Training, sondern durch das richtige. Ich habe in dieser Zeit verstanden, wie der Körper im Ausdauersport auf biologischer Ebene arbeitet und wie sich Leistungsfähigkeit planmäßig aufbauen lässt.
Dass ich heute coache, ist die logische Folge daraus. Ich habe mich Jahr für Jahr durch jedes Thema gearbeitet, das dazugehört, und mache das bis heute fast täglich. Dieses Wissen weiterzugeben und zu sehen, wie jemand dadurch weiterkommt, macht mir schlicht Freude — mehr, als es allein für mich zu behalten.






